Mythologische Kosmologie und Magie

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Kosmoslogischer Aufbau

Einleitend zum Thema ist es wichtig zu wissen, dass das Conan Universum unterschiedliche Ebenen der Existenzen kennt. Unter anderem die weltliche Ebene, auf der sich das Leben der Menschen in all seiner Ausprägung abbildet, zum anderen die Ebene der Götter und Dämonen, die auch als Kosmos bezeichnet wird. Beide Ebenen sind miteinander verbunden, jedoch ist für den Menschen ein Übertritt in den Kosmos so gut wie ausgeschlossen. Andererseits ist es den Geschöpfen des Kosmos möglich auf die weltliche Ebene beschworen zu werden. Hier sind insbesondere die Götter- und Dämonenanrufungen zu erwähnen.  Besonders starke Wesen des Kosmos, in der Regel Götter, können einen Übertritt in die weltliche Ebene der Menschen auch aus eigener Kraft vollziehen.

 

Jeder Mensch ist mit dem Kosmos indirekt verbunden, gleich einer Nabelschnur. Über diese Verbindung des Menschen zum Kosmos fließt beständig Energie in den menschlichen Körper. Diese Energie trägt einerseits zur Lebensenergie des Menschen bei (= wird auch als die unsterbliche Seele betitelt), andererseits auch zu deren magischen Fähigkeiten. Für den Großteil der Menschen reicht die aus dem Kosmos gespendete Energie lediglich für die eigene Lebensenergie aus, sozusagen dem Erhalt der unsterblichen Seele. Nur mit Hilfe von z. B. besonderen Gegenständen oder über das Erlangen der Gunst einer Gottheit, die schließlich gewillt wäre, mehr Energie für diesen einen Menschen bereitzustellen, könnte hier für Abhilfe sorgen.

Priester und Magier

Den Geschöpfen des Kosmos ist es somit möglich die energetische Verbindung zu einem Menschen zu stärken und diesem mehr Energie zukommen zu lassen. Um das Ganze an einem Beispiel zu verdeutlichen: Ein Mitra Priester bekommt durch seinen Glauben an Mitra sowie seiner Hingabe zu diesem mehr Energie von dieser Gottheit zugesprochen. Die Folge ist, dass dieser Mensch nun über mehr Energie verfügt, die über den Bedarf seiner Lebensenergie hinausgeht und ihn nun befähigt Zauber zu wirken, die dem Dogma von Mitra entsprechen. In der Regel ist dies aber mit komplexen und zeitintensiven Ritualen sowie einer Vielzahl an Regeln verbunden. Als Konterbeispiel zu Mitra kann man Crom nehmen. Dessen Gefolgschaft wird sich auf Grund des Desinteresses ihrer Gottheit schwer tun auch nur einen Funken Aufmerksamkeit von dieser zu erhaschen.

 

Auf der anderen Seite der Gläubigen stehen Magier, die auch als Hexer bzw. Dämonologen betitelt werden. Diese beschwören Dämonen aus dem Kosmos, geißeln diese und zapfen deren Energie an, um Zauber wirken zu können. Diese Vorgehensweise ist allerdings hochgradig gefährlich und birgt viele Risiken, da unter anderem bei derartigen Ritualen immer die akute Gefahr besteht ausversehen einen anderen Dämon als den gewünschten zu beschwören. Dies kann schließlich mit unangenehmen Folgen einhergehen. Als Beispiel für ein gescheitertes Unterfangen kann die Beschwörung des Dämons Yarekma, auch bekannt als der Seelenfresser, durch die Magier des Schwarzen Rings herangeführt werden. Yarekma tötet alle, die an diesem Tag der Beschwörung beiwohnten, und verschlang deren Lebensenergie restlos. Allerdings hält der Bannkreis ihn immer noch gefangen und lässt ihn nicht aus den Tiefen der Zitadelle des Schwarzen Rings entkommen. Aus diesem Grund wird vermutet, dass der Schwarze Ring einen Großteil seiner Macht aus der Energie von Yarekma bezieht.

 

Eine weitere Gruppierung von Magier, auch als Zauberer betitelt, verfügen nicht über die Möglichkeit ihre Energie direkt stärken zu lassen, sondern müssen auf Gegenstände zurückgreifen, die entweder eine Verbindung in den Kosmos haben oder in die ein Dämon eingeschlossen wurde.

 

Somit besteht zwischen einem Magieanwender und einem Priester kein großer Unterschied, außer in der Form wie sie an die zusätzliche Energie aus dem Kosmos kommen, um ihre Zauber wirken zu können.

Besonderheit

Unter allen Magieanwendern gibt es eine verschwindend kleine Minderheit, die eine überaus gute Beziehung zum Kosmos unterhält. In der Regel entsteht diese besondere Beziehung durch die Beteiligung von Dämonen oder einer Gottheit an einer Zeugung. Als bestes Beispiel ist hier der Gott Jhebbal Sag zu nennen, da dieser den beständigsten Nachschub an menschlichen und tierischen Kindern hervorbringt. Die Energie aus dem Kosmos, die diesen besonderen Magieanwendern zu Teil wird, reicht mehr als aus um ihre unsterbliche Seele zu nähren als auch für das direkte Wirken von Zaubern. Sie sind weder auf langwierige Rituale noch besondere Gegenstände angewiesen, noch müssen sie ihr Leben einer Gottheit widmen.

Nekromanten

Eine etwas gesonderte Rolle der Magieanwender stellt der Nekromant dar. Nekromanten können ihre zusätzlich benötigte Energie ebenfalls aus Gegenständen beziehen, um so Untote wiederzuerwecken, jedoch nutzt der Großteil der Nekromanten die eigene Lebensenergie, die für den Erhalt der eigenen unsterblichen Seele gedacht ist, für ihre Zauber. Mit diesem verzehrenden Entzug der Lebensenergie findet mit jedem Zauber eine Schwächung des Anwenders statt. Aus diesem Grund hegen große und mächtige Nekromanten irgendwann das Bedürfnis selbst untot zu werden, im Sinne eines Lichs oder ähnlichem. Dieser Wunsch entspringt der zerschundenen Seele, da sich diese mit dem Tod des Nekromanten restlos auflösen würde.

 

Trotz des Umstandes des Selbstverzehrs der eigenen unsterblichen Seele, haben unsterblichen Seelen eine hohe Gewichtung für einen Nekromanten, da diese einen großen Einfluss auf ihre Beschwörungen haben. Es gibt zwei unterschiedliche Arten der Totenbeschwörung:

 

  • Das Beleben sterblicher Überreste mit Energie, so dass diese als seelenlose Hülle in ihrem verfaulten Zustand wieder auf der Welt wandeln kann.

 

  • Die Beschwörung der unsterblichen Seele zurück in ihre sterbliche Hülle. Da es sich hierbei um eine äußerst starke Form der Magie handelt, wird dem Anwender ein hoher Preis für eine derartige Beschwörung abverlangt. Es gibt aber auch bestimmte Gegenstände bzw. Mittel, die eine Wiederbelebung bewerkstelligen können, allerdings haben diese immer ihre Einschränkungen. Als Beispiel kann man hier die Ta Neheh-Blätter aufführen, die bei entsprechender Dosierung in einem Elixier Tote auferstehen lassen können, dies jedoch mit Einschränkungen und Abhängigkeiten verbunden ist. Neben dem hohen Preis, den ein Nekromant bei der Beschwörung zu zahlen hat, zieht er auch nicht selten den Unmut sowie den Zorn der Gottheit auf sich, der er die unsterbliche Seele mit seiner Beschwörung wieder entreißt. Manche Götter ziehen die Seelen ihrer Anhängerschaft zu sich in einer Art „Paradies“ (z. B. holt Ymir seine gefallenen und würdigen Krieger an seine Tafel nach Valhalla) und wachen über diese eifersüchtig. Dies gilt aber nicht für alle Götter, im Speziellen die Gottheit Crom schickt die Seelen seiner Anhänger in eine Art ewigen Nebel und kümmert sich nicht mehr weiter um sie.

CONAN EXILES ZONE: “Magie und Götter in Conan”. URL: https://conanexiles.zone/thread/1095-magie-und-g%C3%B6tter-in-conan [Stand: 18.06.2017].